Die ersten Siedler des Müritzgebietes ließen sich hier schon 8000 vor Christus nieder. Sie waren Sammler und Fischer, öfters ernährten Sie sich aber von Wildtieren, die sie jagten. Man kann aufgrund der 8 Fundplätze im Müritzgebiet erschließen, dass die Urbewohner Nomaden waren, die in Asthütten wohnten und Fellkleider trugen. Die günstige Lage des Müritzgebietes zog viele Siedler an, da ausreichend Wasser und Holz in den umgebenden Seen und Wäldern zu finden war. Somit gab es auch ausreichend Fisch und Wildtiere. Ab 300 vor Christus entstanden zahlreiche Dorfgemeinschaften um die Seen und die Siedler betrieben immer öfter Ackerbau. Zur Zeit der Völkerwanderungen, ungefähr im 3. Jahrhundert nach Christus wurde diese relative Stabilität des Gebietes zerstört. Neue Siedler kamen aus dem Westen, ganze Stämme wanderten nach dem Süden. Die meisten der neuen Siedler waren Slaven. Von denen bekam die Region seinen Namen. Denn die Slaven nannten das große See des Gebietes Morze, also kleines Meer. Die Slaven wohnten in der Region fast neun Jahrhunderte bis sie 1150 vertrieben wurden. Nach der Vertreibung der Slaven wurden zahlreiche Dörfer und Städte gebaut und die Region erlebte eine Blütezeit. Leider wurden die meisten dieser Siedlungen während des 30 Jährigen Krieges geplündert und zerstört. Die Bewohner wurden zusätzlich auch von der Pest befallen, woran viele starben. Anfang des 18. Jahrhunderts stieg die Nummer der Bevölkerung wieder an, bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit dem Beginn der Industrialisierung wanderten aber viele Bürger in die Vereinigten Staaten aus und die Bevölkerungszahl sank wieder ab.