Wir hatten uns im September für eine Woche Angelurlaub an der Müritz entschieden. Ende September ging es los und wir quartierten uns in einem kleinen netten Appartement in Sielow ein. Der Vermieter stellte uns für einen geringen Obolus ein Boot mit Außenbordmotor zur Verfügung. Ein Motorboot ist für die Müritz schon erforderlich, da der See etwa 30 Kilometer lang und 13 Kilometer breit ist. Der Fischbestand der Müritz deckt die gesamte Palette der einheimischen Süßwasserfische ab. Karpfen und Schlei sind nicht so häufig vertreten, da wenige Flachwassergebiete vorhanden sind. Dafür bietet der See für alle Raubfische hervorragende Lebensbedingungen. Wir hatten uns für diese Woche auf Barsch kapriziert und wussten in etwa, wo die Barschberge im See zu finden sind. Es dauerte aber über zwei Stunden, bis wir mit dem Lot eine vielversprechende Untiefe von zwei Metern gefunden hatten, an derem Hang wir unser Glück versuchen wollten. Wir hatten uns mit Tauwürmern und Mistwürmern als Köder versorgt und boten diese mit 20 er Vorfach in einer Tiefe von 3 Metern an. Die Mistwürmer wurden sofort genommen und innerhalb von 2 Stunden fingen wir 6 Barsche, die allerdings nur etwa 20 cm lang waren. Gut, für das erste Abendessen war das nicht so schlecht, aber eigentlich wollten wir größere Barsche fangen. Vielleicht sollten wir es mit anderen Ködern versuchen. Anderntags gingen wir früh ans Ufer und fingen uns ein paar kleine Kaulbarsche. Teilweise hatten diese den Köder samt Haken so tief geschluckt, dass wir uns Sorgen um ihr Überleben machten. Wie sich herausstellte, waren die Sorgen unbegründet, denn Kaulbarsche sind ungemein widerstandsfähig. Wir boten die Fischchen wieder in etwa 3 Metern Tiefe an. Lange Zeit tat sich nichts, bis nach etwa einer Stunde die Pose meines Freundes verschwand. Er wartete ein paar Sekunden bis er den Anhieb setzte und seine Rute sich bog. Das musste schon ein Größerer sein. Dem war auch so und er fing einen 35 cm langen Barsch. Ich hatte an diesem Tag auch noch Glück und fing 2 Exemplare ungefähr der selben Größe.
Damit war der Tag gerettet. Während unseres restlichen Urlaubs war Petrus uns noch hold und wir holten insgesamt 25 Barsche von 20 cm bis 38 cm Länge und bis zu einem Gewicht von 1,8 kg aus dem See.
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Angeln an der Müritz
Montag, 29. November 2010Müritz Reisebericht
Freitag, 22. Juni 2007Seit Jahren fahre ich mit meinem Mann an den Müritzer-See. Dieses Jahr wollten wir was besonderes unternehmen. Die Urlaubsregion ist die selbe geblieben, nur der Urlaubsverlauf war ganz neu. Wir haben im Internet eine ganz interessante Fahrradtour zwischen Müritz und Malchiner See gefunden. Die Tour hat 6 Tage gedauert. Was für uns ganz wichtig war, da wir auch nicht mehr die Jüngsten sind, dass unser Gepäck separat befördert wurde. Da wir auch sonst ziemlich aktiv sind, war die Tour perfekt für uns geeignet. Wir konnten die Natur genießen und die wunderbaren Orte, Burgen, Schlösser und Herrenhäuser besichtigen. Es handelte sich um einen Rundkurs, d.h. der Ausgangspunkt war auch der Endpunkt. Die Strecke war ca. 101 km lang. Es war so organisiert, dass man sich zwischen den Touren auch erholen konnte und so auch die Gelegenheit gab, die Gegend zu erforschen. Wir haben jeweils zwei Nächte an einem Ort verbracht: Ludorf, Woldzegarten und Ulrichshusen. Am dritten und am sechsten Tag haben wir je einen Ausflug, erstens zum Plauer See und zweitens um den Malchiner See, unternommen. Es war wunderschön. Die Orte, die wir besucht haben, hatten ein besonders kulturelles Flair: vom Gutshaus mit historischem Ambiente zu Kunstwerkstätten und romantischen Wasserburgen.