Die Stadt Waren an der Müritz ist ein anerkannter Luftkurort und liegt am nordöstlichen Ufer des größten Sees der Mecklenburger Seenplatte. Genau genommen ist die Müritz sogar der größte deutsche See, muss der Bodensee doch einen gewissen Teil seiner Fläche den Ländern Österreich und Schweiz zugestehen. Von seiner Fläche her ist Waren die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt hat über 21 000 Einwohner, die auf einer beträchtlichen Fläche von mehr als 158 Quadratkilometern leben. Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von ungefähr 133 Einwohnern auf den Quadratkilometer.
Die Stadt Waren wurde um das Jahr 1260 von westfälischen Siedlern in der Nähe einer slawischen Burg gegründet. Bereits im Jahre 1292 wurde ihr das Stadtrecht verliehen und Anfang des 14. Jahrhunderts das Fischereirecht auf der Müritz. Der Dreizigjährige Krieg fügte der Stadt schwere Verwüstungen zu, nachdem in den vorhergehenden Jahrhunderten schon mehrere Brände gewütet hatten. Nachdem Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen dem Preußischen Feldherren Blücher und napoleonischen Truppen in und in der Umgebung der Stadt gekämpft wurde, erlebte Waren durch die Kanalisierung des Flusses Elde und den Bau des Bolter Kanales einen wirtschaftlichen Aufschwung. Zu diesem Aufschwung trug zusätzlich die Anbindung Warens an das deutsche Eisenbahnnetz im Jahre 1879 bei. Im Jahre 1920 war Waren eines der Zentren des von Freikorps gegen die junge Republik geführten Kapp-Putsches. Nach den 2. Weltkrieg nahm die Stadt über 6000 Flüchtlinge aus den östlichen Gebieten des zusammen gebrochenen Deutschen Reiches auf. Die daraufhin ausbrechende Typhus-Epedemie forderte eine große Zahl von Todesopfern. Zusätzlich wurden die Gleise der Bahnstrecke Neustrelitz-Rostock demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. Zu DDR-Zeiten erlebte der Tourismus an der Müritz einen zuvor nicht dagewesenen Aufschwung. Dieser Wirtschaftszweig ist auch noch heute die tragende Säule für die wirtschaftliche Stabilität der Stadt. Zusätzlich wurde der Stadtkern liebevoll und aufwändig restauriert, um der Stadt wieder ein freundliches Antlitz zu verleihen, hatte man doch zuvor wichtige historische Teile Warens in frevelhafter Weise einer modernen Verkehrsplanung geopfert.