Archiv für Juni 2007

Müritz Reisebericht

Freitag, 22. Juni 2007

Seit Jahren fahre ich mit meinem Mann an den Müritzer-See. Dieses Jahr wollten wir was besonderes unternehmen. Die Urlaubsregion ist die selbe geblieben, nur der Urlaubsverlauf war ganz neu. Wir haben im Internet eine ganz interessante Fahrradtour zwischen Müritz und Malchiner See gefunden. Die Tour hat 6 Tage gedauert. Was für uns ganz wichtig war, da wir auch nicht mehr die Jüngsten sind, dass unser Gepäck separat befördert wurde. Da wir auch sonst ziemlich aktiv sind, war die Tour perfekt für uns geeignet. Wir konnten die Natur genießen und die wunderbaren Orte, Burgen, Schlösser und Herrenhäuser besichtigen. Es handelte sich um einen Rundkurs, d.h. der Ausgangspunkt war auch der Endpunkt. Die Strecke war ca. 101 km lang. Es war so organisiert, dass man sich zwischen den Touren auch erholen konnte und so auch die Gelegenheit gab, die Gegend zu erforschen. Wir haben jeweils zwei Nächte an einem Ort verbracht: Ludorf, Woldzegarten und Ulrichshusen. Am dritten und am sechsten Tag haben wir je einen Ausflug, erstens zum Plauer See und zweitens um den Malchiner See, unternommen. Es war wunderschön. Die Orte, die wir besucht haben, hatten ein besonders kulturelles Flair: vom Gutshaus mit historischem Ambiente zu Kunstwerkstätten und romantischen Wasserburgen.

Kurze Einführung in die Geschichte der Müritz

Dienstag, 12. Juni 2007

Die ersten Siedler des Müritzgebietes ließen sich hier schon 8000 vor Christus nieder. Sie waren Sammler und Fischer, öfters ernährten Sie sich aber von Wildtieren, die sie jagten. Man kann aufgrund der 8 Fundplätze im Müritzgebiet erschließen, dass die Urbewohner Nomaden waren, die in Asthütten wohnten und Fellkleider trugen. Die günstige Lage des Müritzgebietes zog viele Siedler an, da ausreichend Wasser und Holz in den umgebenden Seen und Wäldern zu finden war. Somit gab es auch ausreichend Fisch und Wildtiere. Ab 300 vor Christus entstanden zahlreiche Dorfgemeinschaften um die Seen und die Siedler betrieben immer öfter Ackerbau. Zur Zeit der Völkerwanderungen, ungefähr im 3. Jahrhundert nach Christus wurde diese relative Stabilität des Gebietes zerstört. Neue Siedler kamen aus dem Westen, ganze Stämme wanderten nach dem Süden. Die meisten der neuen Siedler waren Slaven. Von denen bekam die Region seinen Namen. Denn die Slaven nannten das große See des Gebietes Morze, also kleines Meer. Die Slaven wohnten in der Region fast neun Jahrhunderte bis sie 1150 vertrieben wurden. Nach der Vertreibung der Slaven wurden zahlreiche Dörfer und Städte gebaut und die Region erlebte eine Blütezeit. Leider wurden die meisten dieser Siedlungen während des 30 Jährigen Krieges geplündert und zerstört. Die Bewohner wurden zusätzlich auch von der Pest befallen, woran viele starben. Anfang des 18. Jahrhunderts stieg die Nummer der Bevölkerung wieder an, bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit dem Beginn der Industrialisierung wanderten aber viele Bürger in die Vereinigten Staaten aus und die Bevölkerungszahl sank wieder ab.